Wer am E-Bike oder Citybike ein Kettenblatt wechselt, prüft drei Dinge: die Befestigung, auf einem Spider mit vier oder fünf Armen oder direkt an Kurbel oder Motor montiert, die Zähnezahl und die Gangzahl der Kette. Kettenblätter für Motoren von Bosch, Shimano oder Yamaha, einfache und dreifache Kettenblätter, Kettenschutzringe und Rennrad-Kettenblätter finden Sie hier.
Das Kettenblatt treibt die Kette bei jeder Kurbelumdrehung an. Seine Zähnezahl bestimmt zusammen mit dem Ritzel hinten die Strecke pro Umdrehung: Ein kleineres Kettenblatt erleichtert Anstiege und das Anfahren mit Gepäck, ein größeres erlaubt bei gleicher Trittfrequenz mehr Tempo. Mit der Zeit nutzen sich die Zähne ab und nehmen die Form von Haken oder Haifischflossen an: Die Kette springt dann unter Last, vor allem beim Antreten. Am E-Bike verschleißt die gemeinsame Kraft von Fahrer und Motor den Antrieb schneller, und eine gelängte Kette ruiniert ein neues Kettenblatt in kurzer Zeit.
Ein klassisches Kettenblatt wird mit vier oder fünf Schrauben auf den Spider der Kurbel geschraubt. Der Durchmesser des Kreises durch diese Schrauben, Lochkreis oder BCD genannt, muss genau passen: 104 mm ist an Mountainbikes und vielen E-Bikes verbreitet, 110 und 130 mm an Rennrad- und Allround-Kurbeln, 144 mm an Bahnkurbeln. Ein Direct-Mount-Kettenblatt ohne Spider sitzt über eine Verzahnung auf der Kurbel oder der Motorwelle und wird von einem Sicherungsring oder Schrauben gehalten: Jedes Modell passt dann nur zu einem bestimmten System.
Jeder Mittelmotor verlangt sein eigenes Kettenblatt: Bosch, Shimano Steps, Yamaha, Brose, TQ oder Fazua haben eigene Schnittstellen, die sich mitunter von einer Generation zur nächsten ändern. Für dieselbe Schnittstelle gibt es oft mehrere Offsets, als Kettenlinie angegeben, zum Beispiel 52 oder 55 mm: Dieser Wert richtet das Kettenblatt auf die Kassette aus und hängt vom Rahmen und von der Breite der Hinterradnabe ab. Lesen Sie ihn vor der Bestellung am Originalkettenblatt oder im Datenblatt Ihres Rades ab.
Eine andere Zähnezahl verändert Kraftaufwand und Strecke pro Kurbelumdrehung, nicht aber die Unterstützungsgrenze von 25 km/h. In Deutschland und Österreich gilt ein E-Bike nur innerhalb dieser Grenze rechtlich als Fahrrad, in der Schweiz als Leicht-Motorfahrrad: Jede Vorrichtung, die sie aufhebt, kostet das Rad diesen Status.
Ohne Umwerfer muss das einzelne Kettenblatt die Kette allein halten. Narrow-Wide-Zähne wechseln zwischen einem dicken und einem dünnen Zahn, die abwechselnd in die breiten und schmalen Kettenglieder greifen: Die Kette springt auf Kopfsteinpflaster und an Bordsteinkanten deutlich seltener ab. Manche Kettenblätter werden aus Aluminium 7075 gefräst, das härter ist als übliche Legierungen und dem Verschleiß besser standhält.
City- und Reiseräder mit 7 oder 8 Gängen haben oft eine 3-fach-Garnitur, deren Kettenblätter mit der Kurbel verbunden sind und als Ganzes getauscht werden. Der Kettenschutzring, eine Scheibe aus Kunststoff oder Metall außen am großen Kettenblatt, hält die Hose von Zähnen und Fett fern; seine Größe richtet sich nach dem Kettenblatt, das er umgibt.
Ein neues Kettenblatt gehört zu einer Kette in gutem Zustand: Kassetten und Ketten vervollständigen den Tausch, und Kurbelgarnituren ersetzen das Ganze, wenn die Kettenblätter vernietet sind. Beim Wechsel auf 2- oder 3-fach sind auch die Schaltwerke und Umwerfer gefragt. Für andere Disziplinen finden Sie Rennrad-Kettenblätter, MTB-Kettenblätter und alle Fahrrad-Kettenblätter.
E*Thirteen, eine Marke für MTB-Komponenten, widmet ihre Linie e*spec den E-Bikes: Direct-Mount-Kettenblätter für Bosch-Motoren der vierten Generation, Shimano EP8, TQ HPR50 oder Fazua Ride 60 sowie Helix-Kettenblätter.
XLC, eine der Teilemarken des Accell-Konzerns, bietet Kettenblätter für Bosch-Motoren an, etwa das CR-E40 mit 34 bis 38 Zähnen und einer Kettenlinie von 52 oder 55 mm, sowie einen Kettenschutzring für 46 bis 48 Zähne.
Stronglight, Hersteller aus Saint-Étienne, bietet Kettenblätter für Bosch-Motoren aus Aluminium 7075 mit Narrow-Wide-Zähnen an, neben seinen Bahn-, Gravel- und Rennrad-Kettenblättern.
Prowheel, taiwanischer Hersteller von Kurbeln und Kettenblättern, liefert 3-fach-Kettenblätter für 7 oder 8 Gänge und ein einzelnes Kettenblatt mit 40 Zähnen für Räder mit einem Gang.
FSA bietet Kettenblätter für E-Bikes an, mit 104 mm Lochkreis für Bosch-Motoren der vierten Generation, als Direct-Mount-Version Megatooth oder für Yamaha-Motoren, dazu die Rennrad-Kettenblätter Vero Pro und K-Force.
Specialités T.A., französischer Hersteller aus Sissonne im Département Aisne, entwickelt und fertigt seine Kettenblätter in Frankreich, darunter E-Bike-Modelle, die mit Bosch, Brose, Yamaha und Shimano kompatibel sind.
Ein Kettenblatt aus einer Auslaufserie findet sich oft im Schlussverkauf für City-Antriebe, neben Ketten und Kassetten; frisch gelistete Modelle sehen Sie in den Neuheiten. Sommerschlussverkauf und Black Friday eignen sich gut, um den Antrieb komplett zu erneuern.
Messen Sie den Abstand zwischen den Mitten zweier benachbarter Schraubenlöcher. Bei einem Kettenblatt mit vier Armen multiplizieren Sie ihn mit 1,414, bei fünf Armen mit 1,701. Das Ergebnis ist der Lochkreis, der oft auch auf dem Kettenblatt oder dem Spider eingraviert ist.
Achten Sie auf das Zahnprofil: Neu sind die Zähne symmetrisch und abgerundet, mit dem Verschleiß werden sie spitz und auf einer Seite ausgehöhlt. Springt eine neue Kette auf dem Kettenblatt, bestätigt das die Diagnose. Das Kettenblatt verschleißt langsamer als die Kette: Wechseln Sie die Kette rechtzeitig, um es zu schonen.
Nein. Das Kettenblatt hängt von Motormarke, Motorgeneration und der Kettenlinie Ihres Rades ab. Ein Kettenblatt für einen Bosch-Motor der vierten Generation passt nicht an einen Motor von Shimano oder Yamaha, und umgekehrt.
Ja, im Rahmen der Rahmenfreiheit und der Kapazität Ihres Schaltwerks, bei Bedarf mit einer verlängerten Kette. Sie fahren bei gleicher Trittfrequenz schneller, ohne Unterstützung über 25 km/h hinaus, und das Anfahren am Berg verlangt mehr Kraft.
Das ovale Kettenblatt verändert die Übersetzung im Lauf einer Kurbelumdrehung: größer, wenn die Beine am kräftigsten drücken, kleiner beim Durchgang durch die Totpunkte oben und unten. Es vermittelt ein runderes Tretgefühl und wird wie ein rundes Kettenblatt montiert, sofern seine Ausrichtung beachtet wird.