Eine Luftpumpe fürs Rennrad muss hohen Druck erreichen und auf das Presta-Ventil passen, mit dem die meisten Rennradlaufräder ausgestattet sind. Zu Hause stellt eine Standpumpe mit Manometer den Druck exakt ein; unterwegs hilft Ihnen eine Minipumpe oder eine CO2-Kartusche in wenigen Minuten weiter. Dichtmilch, Tubeless-Ventile, Pumpenköpfe und Ersatzadapter ergänzen das Sortiment auf dieser Seite.
Die meisten Radfahrer besitzen mindestens zwei, eine für die Werkstatt und eine für unterwegs:
Ein Rennradreifen fasst wenig Luft, aber unter hohem Druck. Rennradpumpen haben einen schmalen Zylinder, der bei steigendem Druck weniger Kraft pro Kolbenhub verlangt; MTB-Modelle fördern mit jedem Hub mehr Luft, für breite Reifen mit niedrigem Druck. Mehrere Hersteller kennzeichnen das im Namen, HP für Hochdruck (high pressure) und HV für hohes Volumen (high volume). Prüfen Sie den Maximaldruck der Pumpe und wie gut sich das Manometer in Ihrem Druckbereich ablesen lässt, und halten Sie sich dann an die Werte auf der Reifenflanke und die Grenzen der Felge.
Rennräder nutzen fast ausnahmslos das Presta-Ventil, auch Sclaverand- oder französisches Ventil (SV) genannt: schlank und mit einer kleinen Rändelmutter, die Sie vor dem Pumpen aufschrauben. Das Schrader-Ventil, hierzulande als Autoventil (AV) bekannt, sitzt an Autos und an vielen City-Rädern. Ein Doppelkopf oder ein umsteckbarer Pumpenkopf passt ohne Adapter auf beide. Für Tubeless erlaubt ein Felgenventil mit herausnehmbarem Ventileinsatz, Dichtmilch einzufüllen, ohne den Reifen abzunehmen; achten Sie auf seine Länge, es muss deutlich aus der Felge ragen, besonders bei einem Laufrad mit hohem Felgenprofil.
Damit ein Tubeless-Reifen sitzt, muss auf einen Schlag viel Luft hinein, sodass die Reifenwülste ins Felgenhorn springen. Standpumpen mit Druckkammer, die Sie vorab aufpumpen und dann mit einem Handgriff öffnen, oder CO2-Kartuschen schaffen das, wo eine klassische Pumpe scheitert. Die Dichtmilch im Reifen verschließt anschließend kleine Löcher während der Fahrt. Sie trocknet mit der Zeit aus: Kontrollieren Sie sie regelmäßig und füllen Sie nach, vor allem nach einer längeren Fahrpause.
Wie Sie pumpen, hängt von Ihren Rennradreifen und ihrer Montage ab. Nehmen Sie auch bei Tubeless einen Ersatzschlauch mit, und einen Ersatzreifen, wenn Sie Schlauchreifen fahren. Fürs Gelände bietet die Rubrik MTB-Pumpen und Reparatur Modelle mit hohem Volumen, und alle Rennrad-Laufräder und -Reifen finden Sie auf der übergeordneten Seite.
Zefal, traditionsreiche französische Radsportmarke, die nach eigenen Angaben auf über 140 Jahre Geschichte zurückblickt, bemüht sich, in Frankreich zu fertigen; neben den Standpumpen Profil Max mit Manometer gibt es einen Druckbehälter zum Setzen von Tubeless-Reifen und die CO2-Pumpen EZ.
Lezyne, gegründet vom ehemaligen Triathlonprofi Micki Kozuschek und im eigenen Werk in Taichung gefertigt, hat das Motto Engineered Design: Die CNC Floor Drive wird über ihren ABS-Kopf mit dem Ventil verbunden, und die Micro Floor Drive HPG ist eine kompakte Standpumpe mit digitalem Manometer.
Topeak hat den TwinHead mit zwei Öffnungen für Presta- und Schrader-Ventile entwickelt, danach den SmartHead, vorgestellt als erster Pumpenkopf für alle Ventile; die Standpumpe Joe Blow gibt es unter anderem als Booster-Version, gedacht zum Setzen von Tubeless-Reifen.
Pro, Zubehör- und Komponentenmarke der Shimano-Gruppe, bietet die Standpumpe Team Tubeless, einen CO2-Kopf mit Regler und die Minipumpen Compact, darunter eine Teleskopversion.
Vittoria, italienischer Reifenhersteller, ergänzt sein Sortiment um Dichtmilch, von der Universal in mehreren Füllmengen bis zum Pit Stop.
SKS, deutscher Hersteller mit Sitz in Sundern, bietet die Standpumpe Rennkompressor, darunter eine Sonderedition zu ihrem 60-jährigen Bestehen, sowie die Minipumpen Injex und Airflex.
Wird ein Modell ersetzt, wandern Pumpe und Zubehör in den Schlussverkauf für Rennrad-Laufräder und -Reifen; Neuzugänge finden Sie in den Neuheiten. Um die Werkstatt mit einer langlebigen Standpumpe auszustatten, nutzen Sie den Black Friday oder den Saisonschlussverkauf.
Öffnen Sie zuerst das Ventil: Drehen Sie die Rändelmutter einige Umdrehungen auf, dann lässt ein kurzer Fingerdruck etwas Luft entweichen und zeigt, dass es sich öffnet. Setzen Sie den Pumpenkopf gerade auf, legen Sie den Hebel um, damit er fest sitzt, und pumpen Sie mit Blick auf das Manometer. Ziehen Sie ihn ohne seitlichen Druck ab und schrauben Sie die Mutter wieder zu.
Halten Sie sich an den Mindest- und Höchstwert auf dem Reifen, ohne die Grenze der Felge zu überschreiten. Je breiter der Reifen und je leichter der Fahrer, desto niedriger kann der Druck sein; ein Tubeless-Reifen wird zudem etwas weniger aufgepumpt als ein Reifen mit Schlauch. Passen Sie den Druck dann nach Komfort und Grip an.
Ja, unterwegs ist das sogar eine wirksame Lösung, um den Reifen ins Felgenhorn springen zu lassen. CO2 entweicht schneller durch den Gummi als Luft: Lassen Sie zu Hause die Luft ab und pumpen Sie mit der Standpumpe neu auf.
Ja, sie trocknet im Reifen nach und nach aus und verliert ihre Wirkung. Kontrollieren Sie sie alle paar Monate, bei Hitze öfter, und füllen Sie über das Ventil mit herausnehmbarem Einsatz nach.
Sie füllt breite Reifen schnell, erreicht den Druck fürs Rennrad aber nur mühsam. Wenn Sie nur eine Standpumpe für mehrere Räder haben, wählen Sie ein Modell mit Manometer und Doppelkopf, das hohen Druck schafft.